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Phsyik

Männer. So wie Frauen den Männern ein Rätsel sind, sind Männern den Frauen auch eins. Meine Freundinnen können mich oft nicht nachvollziehen, wenn ich über Männer rede. Mein Problem mit denen ist nämlich die Physik – um es genau zu sagen die Anziehungskräfte. Denn sobald ich mich in der Sicherheit wiege einen Mann “im Sack zu haben“, sind diese fast in der selben Sekunde in der ich diese Erkenntnis erlangt habe verflogen. Dazu kommt noch, dass ich mich bei der kleinsten Zuneigungsbekundung komplett unter Druck gesetzt fühle und unter Druck kann bekannterweise keiner arbeiten – geschweige denn Gefühle entwickeln. Für dieses Phänomenen habe ich zwei verschiedene Erklärungen und beide sind beunruhigend : Nummer 1: Ich habe noch nicht “den Richtige“ gefunden. Das ist auf der einen Seite beruhigend, weil ich in diesem Falle nicht emotional verkrüppelt bin, auf der anderen aber auch nicht. Da es impliziert, dass es den EINEN gibt oder zumindest, dass einer der potenziellen der EINE noch nicht zu den Leuten gehört, die ich kennengelernt habe – die Frage ist nur: Werde ich ihn oder einen mit Potenzial dazu kennenlernen ? Das ist dann wahrscheinlich dem Schicksal (an das ich nicht glaube) überlassen. Ich überlasse Dinge nur ungern dem Schicksal. Nummer 2: Ich bin emotional nun.. nicht unbedingt verkrüppelt aber zumindest nicht ganz dabei. Ich würde sowieso von mir selbst sagen, dass ich eher auf den Typ Alphatier stehe. Seltsamerweise scheine ich diesen Typ nicht anzuziehen –schon wieder Physik – im Gegenteil: Aus unerfindlichen Gründen ende ich immer mit den kommunikativen, emotionalen nunja... Schissern ab, die entweder noch zwei Jahre später ihre endlose Liebe gestehen wenn sie betrunken sind, nach 3 Wochen daten ihren Urlaub frühzeitig für mich beenden (ohne danach gefragt zu werden) und mir und MEINER MUTTER einen Strauß Blumen und Geschenke im Wert von viel zu vielen Euros mitbringen oder mit mir nach einer Woche über ihre tiefen Gefühle, ihre schlimme Kindheit und ihren Weg nach oben schreiben wollen. Wie man sieht die Zeitspanne wird immer kürzer- liegt das daran, dass ich mit dieser Art der Überforderung rechne ? Vielleicht übertreibe ich auch in letzter Zeit etwas und es war gar nicht so aufdringlich und unter Druck setzend. Aber ich kann es nicht ändern. Sobald ich nur den Anflug solcher Sachen sehe macht mir die ganze Geschichte keinen Spaß mehr und ich überlege eigentlich nur noch wie ich aus der Sache rauskomme. Und wenn meine Freundin fragt: Hey, wie läufts mit XY ? Ist die Antwort: Mh, hab das irgendwie eher beendet. Meist von einem bedauernden Kopfschütteln und „Warum denn diesmal?“ gefolgt. Ich kann nur hoffen, dass ich eines Tages entweder meinen Fehler oder den Typen, bei dem ich mich nicht unter Druck gesetzt fühle finde.

Liebe = Selbstaufgabe ?

Bei vielen Menschen, die in einer Beziehung sind – ob kurz oder lang – lässt sich eine zum Teil enorme Abhängigkeit vom Partner und eine damit einhergehende Selbstaufgabe feststellen. Als Außenstehender sieht man dies eher ungern und vorallem wenn man nicht in einer Beziehung ist, kann man das Verhalten und die Einstellung Verliebter oder Liebender (welche der beiden Phasen in diesem Punkt extremer ist, ist auch noch eine Frage) nur zum Teil nachvollziehen. Und man stellt sich Fragen über sich selbst: Man stellt in Frage, ob man sich in der Situation auch so verhalten würde oder ob man einfach ein anderer Typ Mensch ist. Man stellt in Frage, ob die Begründung „man sei ein anderer Typ Mensch“ Bullshit ist und man sich das nur vormacht. Warum man sich das vormachen sollte ? Na, weil genau dieses Gefühl der Abhängigkeit und der ständig gesuchten Bestätigung ja vielleicht genau das ist was Liebe oder Verliebt-Sein ausmacht und man sich eingestehen muss, dass man noch nie wirklich geliebt hat. Damit kommen wir dann wieder zum Thema von gestern – der emotionales Verkrüppelung oder wie man es auch nennen möchte. Auf der einen Seite möchte ich diese uneingeschränkte und komplett losgelöste Hingabe, da es einem eine Menge an Denken spart – und das meine ich nicht im negativen Sinne. Auf der anderen Seite möchte ich mich auf keinen Fall für welchen Typen der Welt auch immer komplett aufgeben, meine Meinungen verdrehen lassen und als naives Dummchen durch die Weltgeschichte laufen, das im Endeffekt nicht geleistet hat als jemanden zu Lieben. Die nächste Möglichkeit ist, dass es dieses Gefühl gar nicht gibt. Dass es eine Fiktion von Autoren, Filmmachern und kleinen Mädchen ist und man auf der Suche nach genau diesem Gefühl reelle Männer mit einer Chance auf eine zumindest teilweise erfüllende Beziehung ablehnt, weil es sich nie blicken lässt. Traurige Vorstellung. Noch trauriger ist aber die nächste: Nach sich wiederholenden Enttäuschungen ist man zu dem Schluss gekommen, dass es nicht existiert. Man sagt sich selbst man solle nicht so hohe Ansprüche haben, lacht sich einen Typen an und denkt vielleicht käme es mit der Zeit. Aber es kommt nichts. Das jedoch nicht, weil es dieses Gefühl nicht gibt, sondern, weil man den falschen genommen hat um nicht alleine zu sterben und man verpasst die Chance auf die Liebe seines Lebens. Ich denke im Endeffekt sehnt sich jeder nach der Liebe und nicht der rationalen, sondern genau der, die einen komplett einnimmt und nicht mehr loslässt. Allein die Möglichkeit, dass es möglich ist sollte genug Ansporn sein darauf zu warten.