Meta





 

Liebe = Selbstaufgabe ?

Bei vielen Menschen, die in einer Beziehung sind – ob kurz oder lang – lässt sich eine zum Teil enorme Abhängigkeit vom Partner und eine damit einhergehende Selbstaufgabe feststellen. Als Außenstehender sieht man dies eher ungern und vorallem wenn man nicht in einer Beziehung ist, kann man das Verhalten und die Einstellung Verliebter oder Liebender (welche der beiden Phasen in diesem Punkt extremer ist, ist auch noch eine Frage) nur zum Teil nachvollziehen. Und man stellt sich Fragen über sich selbst: Man stellt in Frage, ob man sich in der Situation auch so verhalten würde oder ob man einfach ein anderer Typ Mensch ist. Man stellt in Frage, ob die Begründung „man sei ein anderer Typ Mensch“ Bullshit ist und man sich das nur vormacht. Warum man sich das vormachen sollte ? Na, weil genau dieses Gefühl der Abhängigkeit und der ständig gesuchten Bestätigung ja vielleicht genau das ist was Liebe oder Verliebt-Sein ausmacht und man sich eingestehen muss, dass man noch nie wirklich geliebt hat. Damit kommen wir dann wieder zum Thema von gestern – der emotionales Verkrüppelung oder wie man es auch nennen möchte. Auf der einen Seite möchte ich diese uneingeschränkte und komplett losgelöste Hingabe, da es einem eine Menge an Denken spart – und das meine ich nicht im negativen Sinne. Auf der anderen Seite möchte ich mich auf keinen Fall für welchen Typen der Welt auch immer komplett aufgeben, meine Meinungen verdrehen lassen und als naives Dummchen durch die Weltgeschichte laufen, das im Endeffekt nicht geleistet hat als jemanden zu Lieben. Die nächste Möglichkeit ist, dass es dieses Gefühl gar nicht gibt. Dass es eine Fiktion von Autoren, Filmmachern und kleinen Mädchen ist und man auf der Suche nach genau diesem Gefühl reelle Männer mit einer Chance auf eine zumindest teilweise erfüllende Beziehung ablehnt, weil es sich nie blicken lässt. Traurige Vorstellung. Noch trauriger ist aber die nächste: Nach sich wiederholenden Enttäuschungen ist man zu dem Schluss gekommen, dass es nicht existiert. Man sagt sich selbst man solle nicht so hohe Ansprüche haben, lacht sich einen Typen an und denkt vielleicht käme es mit der Zeit. Aber es kommt nichts. Das jedoch nicht, weil es dieses Gefühl nicht gibt, sondern, weil man den falschen genommen hat um nicht alleine zu sterben und man verpasst die Chance auf die Liebe seines Lebens. Ich denke im Endeffekt sehnt sich jeder nach der Liebe und nicht der rationalen, sondern genau der, die einen komplett einnimmt und nicht mehr loslässt. Allein die Möglichkeit, dass es möglich ist sollte genug Ansporn sein darauf zu warten.

20.8.14 15:02

Letzte Einträge: Phsyik

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL